BTTV Wettspielordnung (07 2025)
Wettspielordnung 2025.pdf
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Internationale Tischtennisregeln A
Internationale_Tischtennisregeln_A.pdf
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Nachfolgend ein paar TT Regeln, die man nur selten benötigt, aber dennoch wichtig sein können.

(WO: Wettspielordnung)

 

1. Regeln während des Wettkampfs

  • 1.1 Zeitspiel/ Wechselmethode
  • 1.2 Schiedsrichter
  • 1.3 Aufschlag
  • 1.4 Unrichtige Reihenfolge (Aufschlag/ Rückschlag) bzw. fehlender Seitenwechsel
  • 1.5 Schlägerwechsel

2. Regeln vor dem Wettkampf

  • 2.1 Einspielzeit
  • 2.2 Spielbeginn
  • 2.3 Ausländerregeln
  • 2.4 Einzel- und Doppelaufstellung

3. Besonderheiten während der Verbandsrunde

  • 3.1 Streichung einer Mannschaft (Zurückziehen während der Saison)
  • 3.2 Tabellenranking

4. Nach und vor der Verbandsrunde

  • 4.1 Auf- und Abstieg
  • 4.2 Auffüllen von Ligen
  • ​4.3 Mannschaftsmeldung (Spielstärke-Reihenfolge, QTTR Grenzen)
  • 4.4 Stammspieler  / Reservespieler

1.1 Zeitspiel (Wechselmethode)

Zur Vermeidung von zu langen einzelnen TT Spielen, ist in den Internationalen Tischtennisregeln A 15 die Wechselmethode definiert (umgangssprachlich Zeitspiel). Hierdurch wird die Dauer des einzelnen Ballwechsels beschränkt.

Voraussetzung für den Beginn eines Zeitspiels:

- Satz dauert 10 Minuten

- es sind noch keine 18 Punkte ausgespielt worden

 

- wird die 10 Minutengrenze festgestellt, so wird sofort der aktuelle Ballwechsel unterbrochen und nach der Wechselmethode (Zeitspiel) die Begegnung fortgesetzt. Der Spieler, der zuvor das Aufschlagsrecht hatte, schlägt auf.

 

Besonderheiten des Zeitspiels:

- hat der Rücksschläger bei einem Ballwechsel zum 13ten Mal regelkonform den Ball zurückgespielt erhält er den Punkt

- ein 2ter Schiedsrichter zählt laut die Anzahl der retournierten Rückschläge

- der Aufschlag wechselt nach jedem Ballwechsel

- ein einmal festgestelltes Zeitspiel gilt für das gesamte weitere Spiel (inkl. Verlängerung und nachfolgenden Sätzen)

1.2 Schiedsrichter

  • WO I 3
  • Sofern bei einem Mannschaftskampf kein Oberschiedsrichter eingesetzt wird, sind  die beiden Mannschaftsführer für einen ordnungsgemäßen Ablauf verantwortlich. (WO I 3.1.1)
  • Die Benennung der Schiedsrichter erfolgt durch die Mannschaftsführer (Wo I 3.2.1)

 

1.3 Aufschlag

(Internationale Tischtennisregeln A 6)

Ball muss aus

  • der ruhenden flachen Hand
  • ohne Spin
  • beinahe senkrecht
  • mindestens 16cm
  • hochgeworfen werden
  • bevor er im Fall geschlagen wird

Der Ball befindet sich von Beginn des Aufschlags oberhalb der Spielfläche und hinter der Grundlinie

Der Ball muss jederzeit ohne jegliche Verdeckung (Spieler oder Doppelpartner) für den Gegner sichtbar sein.

 

Bei vermeintlichem Verstoss gegen die Regeln kann der Schiedsrichter den Spieler den Ballwechsel unterbrechen, den Spieler verwarnen und bei nochmaligen Verstoss den Punkt aberkennen.

1.4 Unrichtige Reihenfolge (Aufschlag-/ Rückschlag/ Seitenwechsel)

  • Internationale Tischtennisregeln A 14
  • Schlägt ein nicht berechtigter Spieler auf oder ein nicht berechtigter Spieler zurück, so unterbricht der Schiedsrichter sobald er es merkt das Spiel und lässt den Ballwechsel wiederholen (14.1)
  • Alle bisher erzielten Punkte werden jedoch gewertet (14.3)
  • Gleiche Regelung gilt für einen unterlassenen Seitenwechsel (14.2)

1.5 Schlägerwechsel

Die Internationalen Tischtennisregeln A 4 gestatten jederzeit den Wechsel eines TT Schlägers, jedoch hat der DTTB dieses durch seine Regelauslegung (4) eingeschränkt auf beschädigte TT Schläger.

 

Wird der Schläger während des Spiels unabsichtlich beschädigt, darf er nach den Internationalen TT-Regeln B 4.2.4 durch einen anderen Schläger ersetzt werden, der dann nach dem Spiel getestet wird. Dies gilt auch dann, wenn sich der Zustand des Schlägers während des Spiels ohne äußeren Einfluss verschlechtert, etwa durch einen sich ablösenden Belag. Eine Beschädigung im Sinne der o.g. Regel muss nicht zwingend von außen erfolgen. (bekanntgegeben anlässlich der VSRO-Tagung 2013)

 

Ein während des Spiels absichtlich beschädigter Schläger darf nicht durch einen anderen Schläger ersetzt werden. Ist jedoch nur eine Seite des Schlägers beschädigt, kann der Spieler das Spiel mit der nicht beschädigten Seite des Schlägers fortsetzen, sofern die Beschädigung des Schlägers nicht mit einer Disqualifikation durch den Oberschiedsrichter geahndet wurde. (ITTF-Regelauslegung 2017)

2.1 Einspielmöglichkeiten

  • Die Spielstätte muss 30 min vor Spielbeginn zugänglich sein.  - WO (I 1.7) 
  • Der Gastmannschaft ist während dieser gesamten Zeit eine Trainingsmöglichkeit mit den Materialien zu gewährleisten, mit denen der Mannschaftskampf ausgetragen werden soll. 

2.2 Spielbeginn / Nichtantreten

WO I 5.7 und I 5.10

  • Das Spiel hat zum angesetzten Zeitpunkt zu beginnen  (WO I 5.7)
  • Als Spielbeginn gilt der erste Aufschlag (d.h. Begrüssung und Einspielen haben vor dem Spielbeginn zu erfolgen!)
  • Bei einer verspäteten Spielbereitschaft einer Mannschaft von max. 30 Minuten wird der Wettkampf ausgetragen
  •  Bei verspäteter Spielbereitschaft einer Mannschaft von mehr als 30 Minuten darf der Mannschaftskampf noch stattfinden, wenn beide Mannschaftsführer  einverstanden sind. 
  • Wird der Mannschaftskampf nicht ausgetragen (z.B. wegen einer entsprechenden Verspätung) gilt dieses als ein Nichtantreten

 

2.3 Ausländerregelung

WO A 15

 

Es muss bei einem Wettkampf unterschieden, ob ein TT Spieler ein Ausländer (A) ist oder ob er als Deutscher eingetragen ist.

Grundsätzlich dürfen bei einem Mannschaftswettkampf max. 1 Ausländer je Mannschaft eingesetzt werden (WO A 15.3).

 

Zudem gibt es ausländische TT Spieler, die bei Mannschaftswettkämpfen einem deutschen TT Spieler gleichgesetzt sind und nicht als Ausländer gewertet werden.

Dieses sind:

  • europ. Ausländer (eA): Spieler aus der EU, einem assozierten Staat oder einem Verband der ETTU
  • Spieler, die bei Erteilung der Erstspielberechtigung in Deutschland zuvor noch für keinen ausländischen Verein/Verband eine Spielberechtigung besessen hat (gA, gleichberechtigter Ausländer)

 

Die Mitgliedsverbände dürfen in den unteren Spielklassen gem WO A 1.2 den gleichzeitigen Einsatz von mehr als einem Ausländer zulassen. 

 

An weiterführenden Individualwettkämpfen dürfen nur deutsche TT Spieler oder gleichberechtigte Ausländer (gA). - Ausländer (A) als auch europ. Ausländer (eA) sind hierfür nicht zugelassen.

 

2.4 Einzel- und Doppelaufstellung

  • WO E.4 - Einzelaufstellung
  • Die endgültige Einzelaufstellung erfolgt spätestens nach dem letzten (Eingangs-)Doppel, also noch vor der ersten Einzelbegegnung. Zu diesem Zeitpunkt darf noch die Einzelaufstellung geändert werden. (WO E.4.3)
  • Fallen Spieler aus, so haben die Spieler geschlossen aufzurücken und die Ersatzspieler rücken nach (WO E.4.2) - (Ausnahme:  Corbillon-Cup- und im Modifizierten Swaythling-Cup-System)
  • Ein Spieler hat bei einem Mannschaftskampf mitgewirkt, wenn er zumindest bei einem Einzel oder Doppel eingesetzt wird, das gewertet wird oder wenn er bei der Begrüssung anwesend war (nur wichtig bei gleichzeitigen/ sich zeitlich überschneidenden Mannschaftskämpfen)
  •  
  • WO E.5 - Doppelaufstellung
  • In der Doppelaufstellung dürfen andere Spieler als in der Einzelaufstellung antreten.
  • Die Aufstellung und Reihenfolge der Doppel sind frei wählbar (Ausnahme 6er Paarkreuzsystem)
  • Jeder Mannschaftsführer hat die Doppelaufstellung ohne Kenntnis der Doppelaufstellung des Gegners abzugeben

3.1 Streichung einer Mannschaft

WO G 7.2

Zieht eine Mannschaft während des Spielbetriebs zurück so wird sie gestrichen.

Eine Streichung erfolgt auch, wenn eine Mannschaft während der Saison an 3 Spieltagen, Spiele kampflos gegen sie gewertet werden.

 

Alle Begegnungen einer gestrichenen Mannschaft werden komplett gestrichen. (WO G 7.3)

 

Zurückgezogene Mannschaften belegen den letzten Platz in der Tabelle und steigen ab. (WO G 7.4). Sie dürfen nicht nachrücken.

(gem. DTTB verlieren sie sogar jegliche Spielklassenberechtigung)

3.2 Tabellenranking

WO G 3.2

  1. Anzahl der Pluspunkte
  2. Anzahl der Minuspunkte
  3. Größere Differenz der Spielepunkte
  4. Größere Differenz  der Sätze
  5. Größere Differenz der Bälle
  6. Direkter Vergleich der Mannschaften

4.1 Auf- und Abstieg

  • WO F 3

Direktaufstieg

  • jeder Gruppensieger einer Liga
  • der Gruppenzweite, bein einer einzig untergeordneten Gruppe
  •  

 

Abstieg

  • Bei Ligen mit 8 und mehr Mannschaften steigen die beiden letztplatzierten Mannschaften statt
  • Sind einer Liga 3 (oder mehr) Ligen unterstellt, so steigen die letzten 3 Mannschaften ab

 

 

Relegation

  • Über eine Relegation entscheidet vorab der Verband

4.2 Auffüllen von Ligen

WO F 3.4.8

 

Fällt eine Liga nach den regulären Auf- und Abstiegen und nach den Mannschaftsmeldungen unter die Sollstärke (Herren 10 Mannschaften, Jugend 8) so wird diese Liga aufgefüllt.

 

Die Wettspielordnung unterscheidet in Auffüllen von Mannschaften für Ligen in der eine Relegation gespielt wurde und in Ligen ohne Relegationswettkämpfe.

 

ohne Relegation:

  1. Bester Absteiger aus der aufzufüllenden Gruppe
  2. Ist eine Liga untergeordnet, der Drittplatzierte dieser Liga
  3. Sind zwei Ligen untergeordnet, beide Zweitplatzierten
  4. Sind mehr als zwei Gruppen untergeordnet, Auffüllen durch die bestplatzierten Mannschaften eines Entscheidungsturniers (Anwartschaftsspiele) bis zum Erreichen der Sollstärke
  5.  Zweitbester Absteiger aus der aufzufüllenden Gruppe
  6. Ist eine Gruppe untergeordnet, der Viertplatzierte dieser Gruppe
  7. Sind zwei Gruppen untergeordnet, beide Drittplatzierten
  8. Weitere Reihenfolge analog , d. h. immer zuerst der nächstbeste Absteiger und dann je nach Anzahl der untergeordneten Gruppen die Tabellennächsten

 

mit Relegation:

  1. Zweiter der Relegation
  2. Dritter der Relation
  3. Vierter der Relgation
  4. Regeln ohne Relegation ( bester Absteiger dann best platzierte Mannschaft der darunterliegenden Liga/ Ligen)

 

 

4.3 Mannschaftsmeldung (Spielstärke-Reihenfolge)

WO H 2.2

  • Sämtliche Spieler müssen für die Mannschaftsmeldung entsprechend Ihrer Spielstärke gereiht werden (vom Stärksten zum Schwächsten)
  • Entscheident sind Q-TTR Werte (letzte TTRL Werte aus dem Quartalslauf vor Erstellung der Mannschaftsmeldung)
  • Toleranzen: Innerhalb von Toleranzen darf von den Q-TTR Wertenabgewichen werden
  • Erwachsene/ Senioren:
    • innerhalb einer Mannschaft max. 35 Punkte
    • Mannschaftsübergreifend max. 50 Punkte
  • Jugend
    • innerhalb einer Mannschaft max. 70 Punkte
    • Mannschaftsübergreifend max. 85 Punkte
  • Sperrvermerk (WO H 2.4): Abweichend von den o.g. Toleranzwerten, kann auf Antrag eines Vereins ein Sperrvermerk für einen Spieler zu beantragt werden.
    • ​der Spieler darf dann nicht in einer höheren Mannschaft eingesetzt werden
    • für die Rückrunde kann nur ein Sperrvermerk neu beantragt werden, wenn dadurch ein Spieler in seiner bisherigen Mannschaft bleibt
    • einen Sperrvermerk aus der Vorrunde gilt defacto auch für die Rückrunde

4.4 Stamm- und Reservespieler

WO H 1 und WO H2

  • Ein gemeldeter Spieler auf der Mannschaftsliste ist entweder Stammspieler oder Reservespieler (RES)
  • Ein Spieler, der weder in der zurückliegenden Runde noch in der davor gelegenen Runde (in der er als Stammspieler gemeldet war) an mindestens 3 Spielen des Vereins im Einzel teilgenommen hat, erhält den Status des Reservespielers
  • (die Teilnahme an Doppeln wird hierbei nicht berücksichtigt)
  • Spieler der letzten Mannschaft eines Vereins erhalten keinen Vermerk als Reservespieler (RES) - (wird ein Spieler, der jedoch bisher in der letzten Mannschaft gemeldet war und nicht entsprechende Spiele bestritten hat, in einer höheren Mannschaft gemeldet, erhält er den RES Vermerk)
  • Wenn ein Reservespieler in der vorangegangen Runde mindestens 3 Einzel für einen Verein bestritten hat, wird automatisch der RES Vermerk gestrichen
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©2015 SC Maisach, Tischtennisabteilung
Webmaster Letzte Änderung: 06.10.2015